1. der gerichtliche Mahnbescheid

Das gerichtliche Mahnbescheidsverfahren

Im gerichtlichen Mahnbescheidsverfahren beantragen wir bei dem zuständigen Amtsgericht EDV-unterstützt Ihren Mahnbescheid. Hier sind von Ihnen die Mahnbescheidskosten zu verauslagen. Wir setzen alles daran, Ihre Forderung durchzusetzen, so dass Sie alle Auslagen ersetzt bekommen. Der Schuldner hat alle Kosten zu tragen. Diese werden gemeinsam mit der Hauptforderung im Mahnbescheid festgesetzt. Nach Zustellung des Mahnbescheides an den Schuldner ergeben sich folgende Möglichkeiten:
  • Der Schuldner zahlt auf den Mahnbescheid (ganz oder in Raten) - Sie erhalten 100 % der Hauptforderung, sowie sämtliche Verfahrenskosten, das Verfahren ist beendet.
  • Der Schuldner widerspricht dem Mahnbescheid. Hier prüfen wir die Aussichten eines streitigen Verfahrens und beraten Sie entsprechend auch hinsichtlich der weiteren Kosten. Mit Ihrer Beauftragung klagen wir Ihren Anspruch ein. Falls die geringe Forderungshöhe oder evtl. Risiken gegen eine Klage sprechen, beenden wir hier in Abstimmung mit Ihnen das Verfahren.
  • Der Schuldner reagiert überhaupt nicht. Wir beantragen unmittelbar im Anschluss einen Vollstreckungsbescheid gegen Ihren Schuldner.
2. der Vollstreckungsbescheid

Der Vollstreckungsbescheid

Der Vollstreckungsbescheid ist der "Titel" zur Zwangsvollstreckung. Er ist 30 Jahre gültig und ermöglicht die jederzeitige Beauftragung des Gerichtsvollziehers oder weitere Maßnahmen, wie Kontopfändung, die Pfändung von Arbeitseinkommen, etc.. Nach der Zustellung des Vollstreckungsbescheides ergeben sich die folgenden Möglichkeiten:

  • Der Schuldner zahlt angesichts der drohenden Zwangsvollstreckung. Das Verfahren ist bei vollständiger Zahlung kostenneutral für Sie beendet, da alle Kosten vom Schuldner zu tragen sind.
  • Der Schuldner legt einen Einspruch gegen den Vollstreckungsbescheid ein. Hier ist die gleiche Entscheidung wie beim Widerspruch gegen den Mahnbescheid zu treffen: Klage oder Verfahrenseinstellung, je nach Kosten und Risiken. Wir beraten Sie auch hier gern.
  • Der Schuldner reagiert überhaupt nicht und wir betreiben für Sie das Zwangsvollstreckungsverfahren.
3. die Zwangsvollstreckung

Das Zwangsvollstreckungsverfahren

Im Rahmen der Zwangsvollstreckung suchen wir den für Sie günstigsten und aussichtsreichsten Weg, Ihre Ansprüche geltend zu machen. Ist uns (ggf. durch Ihre Mitwirkung) ein Arbeitgeber oder eine Kontoverbindung bekannt, pfänden wir unmittelbar Konten oder geldwerte Ansprüche für Sie. Alternativ beauftragen wir einen Gerichtsvollzieher mit der Abnahme der Vermögensauskunft und, ab einem Gegenstandswert von 500,00 €, mit der Einholung sog. Drittauskünfte.

Ihrem Schuldner wird in jedem Stadium des Verfahrens die Möglichkeit zur Zahlung (gegebenenfalls in Raten) gegeben um das gegen ihn gerichtete Verfahren beenden können.

Ist die Zwangsvollstreckung nicht unmittelbar möglich, weil Ihr Schuldner beispielsweise mittellos ist, raten wir zu einer Vollstreckungspause von mitunter mehreren Jahren. Innerhalb der Verjährungsfrist prüfen wir auf Ihren Auftrag jederzeit neue Vollstreckungsmöglichkeiten. Im Laufe der Jahre verändern sich oftmals Schuldnersituationen drastisch. Durch unsere Langzeitvollstreckung reagieren wir hierauf flexibel und kostengünstig.