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Ihre Fragen zum Mahnbescheid - unsere Antworten

Ihre Fragen zum Mahnbescheid - unsere Antworten

Hier beantworten wir Ihnen Ihre Fragen zum Thema Mahnbescheid, Vollstreckungsbescheid und zur Zwangsvollstreckung. Bitte beachten Sie, dass wir hier keine Rechtsberatung leisten und nur allgemeine Fragen bearbeiten können. Schicken Sie uns Ihre Frage nur einmal! Um Missbrauch vorzubeugen, werden die Einträge erst beantwortet und dann veröffentlicht. Wir behalten uns vor, Fragen nicht zu veröffentlichen oder zu beantworten, wenn dies Rechtsberatung darstellen sollte. Wir freuen uns auf Ihre Fragen!

Frage von Andreas | 2012-11-12

Ich habe für meine damalige Partnerin eine Mietbürgschaft unterschrieben.
Nach der Trennung wollte ich diese Bürgschaft beim Vermieter widerrufen, was er (zurecht) ablehnte.
Im folgenden Zeitraum häuften sich die Mietschulden der Frau auf insgesamt ca. 1400 Euro an.
Der Vermieter griff auf mich als Bürgen zurück und ich zahlte ihm letzenendes diese Forderung.
Die Mieterin ist in der Zwischenzeit für mich unbekannt verzogen (aus diesem Grunde habe ich bei Ihnen auch eine Anschriftenermittlung beantragt ), der Mietvertrag und somit die Bürgschaft auch erloschen.
Mir ist bekannt, dass die Mieterin bereits eine EV abgelegt hat, ob eine Privatinsolvenz beantragt ist, vermag ich nicht zu sagen.
Macht es unter diesen Umständen Sinn und ist es rechtens ihr einen Mahnbescheid zuzustellen, wenn sie nach zunächst formloser Aufforderung meinerseits diese Kosten nicht begleichen will oder erst garnicht reagiert?
Macht ein Mahnbescheid auch bei bereits abgegebener EV überhaupt Sinn?

Hier entscheidet sich die Sinnhaftigkeit allein nach der Schuldnersituation. Ein Mahnbescheid kann die dreijährige Verjährung hemmen und einen Titel schaffen, der 30 Jahre gültig ist. Allein deswegen kann ein Mahnbescheid Sinn machen, auch wenn man hier eventuell keinen Vollstreckungserfolg erzielt. Will man die Forderung später noch durchsetzen, muss die Verjährung berücksichtigt werden.
Frage von Martina | 2012-11-09

Durch eine kleine Firma wurde Bauarbeiten an einem Haus durchgeführt. Nach Abschluss der Arbeiten wurden die Rechnungen nicht gezahlt. Der Hauseigentümer wurde mehrfach zur Zahlung aufgefordert. Jedoch ohne Erfolg. Der Hauseigentümer ist nun verstorben und wir kennen die Erben nicht. Uns ist nur die Erbengemeinschaft nach X bekannt. Gibt es die Möglichkeit, gegen eine Erbengemeinschaft einen Mahnbescheid zu beantragen oder müssen wir erst beim Nachlassgericht einen Erbschein beantragen, um die konkreten Erben festzustellen. Kann der Mahnbescheid dann gegen die einzelnen Erben als Gesamtschulder beantragt werden?

Sofern die Erbschaft feststeht, sollte schnell (Verjährung prüfen!) gehandelt werden. Ist die Erbengemeinschaft Rechtsnachfolger des Schuldners (muss auch geprüft werden, ist nicht zwangsläufgig so), kann ein Mahnbescheid gegen die gesamte Erbengemeinschaft beantragt werden. Vom Grundsatz her haftet die Erbengemeinschaft auch für Verbindlichkeiten des Erblassers. Bei weiteren Fragen kontaktieren Sie uns gern, diese Vor-Aussgage kann eine anwaltliche Prüfung in keinem Fall ersetzen.
Frage von D. | 2012-11-07

Ich habe vor 4 Wochen online etwas gekauft (ca. 60 Euro) bei einer kleinen Firma (vermutlich Gewerbe von einer Einzelperson) bei der ich in der Vergangenheit mehrfach erfolgreich bestellt habe und leider bekomme ich keine Reaktion. Weder Emails werden beantwortet, noch ist das Telefon besetzt. Ein Fax gibt es dort nicht. Eine Frist von 7 Tagen zur Rücküberweisung meiner Vorkasse habe ich (per Email) gesetzt, diese Frist ist abgelaufen. Ist ein Mahnbescheid jetzt ratsam? Oder ist eine Frist von 14 Tagen per Post-Brief vorher erforderlich? Werden der Firma auch die gesamten Kosten Ihres Mahnbescheides mit "in Rechnung" gestellt?

Ein Mahnbescheid kann hier die richige Reaktion sein, wenn auch die Existenz und die Zahlungsfähigkeit des Antragsgegners sinnvollerweise vorher geprüft werden könnten. Eine Frist von 14 Tagen ist in der Regel nicht erforderlich, wenn auch sich aus AGB oder besonderen Umständen etwas anderes ergeben kann. Ja, sämtliche Kosten, auch die einer Beauftragung unseres Services sind im Mahnbescheid enthalten und werden gemeinsam mit der Hauptforderung geltend gemacht.
Frage von Diana | 2012-11-05

Eine Firma hat von der Firma, in der ich arbeite am 18.5.12 eine Rechnung in Höhe von 2.201,50€ bekommen. Diese wurde bis heute nicht bezahlt. Am 9.8.2012 haben wir die erste Mahnung an den Schuldner geschickt und am 18.9.2012 die letzte Mahnung mit einer Fristsetzung, dass der Schuldner den o.g. Rechnungsbetrag bis zum 25.9.2012 zu überweisen hat. Nun wollen wir gegen den Schuldner einen Mahnbescheid veranlassen. Ist dieses ratsam?

Für diese Fälle der Nichtzahlung gibt es den gerichtlichen Mahnbescheid. Nach dieser Schilderung ist dies ratsam. Ob hier eventuell Gründe gegen einen Mahnbescheid sprechen oder erkennbare Verfahrenshürden vorliegen kann nur unter Begutachtung des gesamten Sachverhaltes eingeschätzt werden.
Frage von Aida | 2012-09-09

Meine Schuldnerin hat inzwischen geheiratet und ich weiß ihren neuen Namen nicht. Kann ich den alten Namen (den sie zum Zeitpunkt des Entstehens der Forderung trug) in den Antrag auf Erlass eines Mahnbescheids schreiben?

Problematisch wird hier di Zustellung des Mahnbescheides sein. Der alte Name wird nicht mehr am Briefkasten stehen und auch die Meldeadresse wird den neuen Namen enthalten. Hier muss der neue Name ermittelt werden. Oftmals hilft schon eine einfache Schuldnerregisterauskunft weiter, weil hier oft der Namenswechsel erfasst ist. Möglicherweise kann auch das örtliche Standesamt weiter helfen. Solange die Zustellung des gerichtlichen Mahnbescheides nicht gelingt, kann das Mahnverfahren mit seinem Fristlauf nicht in Gang gesetzt werden.

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