mahnbescheid_icon mahnbescheid_icon mahnbescheid_icon
Ihre Fragen zum Mahnbescheid - unsere Antworten

Ihre Fragen zum Mahnbescheid - unsere Antworten

Hier beantworten wir Ihnen Ihre Fragen zum Thema Mahnbescheid, Vollstreckungsbescheid und zur Zwangsvollstreckung. Bitte beachten Sie, dass wir hier keine Rechtsberatung leisten und nur allgemeine Fragen bearbeiten können. Schicken Sie uns Ihre Frage nur einmal! Um Missbrauch vorzubeugen, werden die Einträge erst beantwortet und dann veröffentlicht. Wir behalten uns vor, Fragen nicht zu veröffentlichen oder zu beantworten, wenn dies Rechtsberatung darstellen sollte. Wir freuen uns auf Ihre Fragen!

Frage von Jens | 2012-08-17

Guten Tag, ich habe 2009 jemandem Geld geliehen und Ihn schon mehrfach gebeten es mir wiederzugeben. Telefonisch und auch schriftlich. Aber bisher habe ich noch nichts bekommen. Ich habe leider keinen Kreditvertrag gemacht , habe aber das Geld zum Glück überwiesen, reicht das aus, um einen Mahnbescheid erstellen zu lassen?
Und kann ich Zinsen dafür verlangen?

Sie müssen sich bei einem Mahnbescheid stets die Frage beantworten, ob die Forderung fällig ist (zur Rückzahlung aufgefordert und dies auch nachweisbar?) und ob die Forderung grundsätzlich beweisbar ist. Hier wird man z.B. dem Argument entgegentreten müssen, dass der Schuldner behauptet, es handele sich um eine Schenkung und nicht um ein Darlehen. Wenn Sie für diese beiden Punkte einen Beweis antreten können, steht dem gerichtlichen Mahnbescheid nichts im Wege. Zinsen ab Verzug können Sie auch verlangen, das BGBsieht hierfür 5 Prozentpunkte über dem Basiszins vor.
Frage von Manfred K. | 2012-08-10

Mir wurde in 2004 ein MB zugestellt. Gegen die dort geltend gemachten Zinsen und Verfahrenskosten habe ich fristgerecht Widerspruch eingelegt. Daraufhin erging ein Teil-VB. Seit diesem Zeitpunkt leiste ich regelmäßige Zahlungen an den Gläubiger, so dass keinerlei Vollstreckungsmaßnahmen erforderlich waren bzw. durchgeführt wurden. In wenigen Monaten wird die auf dem Teil-VB genannte, ursprüngliche Forderung beglichen sein. Der Gläubiger hat hinsichtlich der von mir widersprochenen Zinsen und Verfahrenskosten noch nichts (Mahnungen, Erinnerungen, Rechtsstreit) unternommen. Kann der Gläubiger nach dieser Zeit diese angeblichen Ansprüche (Zinsen und Verfahrenskosten) noch irgendwie geltend machen - wenn ja, wie ? Klar dürfte sein, dass ich die Herausgabe des Teil-VBs verlangen kann, wenn ich die dort genannte Hauptforderung gänzlich beglichen habe.

Der Teil des VB, der dem unwidersprochenen Forderungsteil gilt, ist ein vollstreckbarer Titel. Wenn dieser beglichen ist, ist er dem Schuldner zu übergeben, bzw. zu entwerten. Hinsichtlich des widersprochenen Teils ist weiter die Klage möglich, dies dürfte aus dem Mahnbescheidsverfahren aber eher theoretische Natur sein, weil das Mahngericht das Verfahren bereits abgelegt hat. Auf Bestrebungen des Gläubigers wird das Verfahren zwar wieder reaktiviert, aber die Ansprüche aus 2004 dürften zudem nun auch verjährt sein, so dass hier gleich mehrere Verfahrenshindernisse gegen eine Wideraufnahme sprechen.
Frage von Manfred | 2012-08-10

Ist wegen einer Grundforderung i.H. von 3,49 Euro ein Mahnverfahren möglich? Diese Forderung ist natürlich falsch!

Auch hinsichtlich dieser kleinen Forderung ist ein gerichtlicher Mahnbescheid möglich.
Frage von Petra | 2012-08-07

Ich habe gegen eine Firma einen Mahnbescheid ausstellen lassen, der ihr am 16.7. zugegangen ist. Daraufhin habe ich am 23.7. die Zahlung erhalten. Soweit alles prima. Am 25.7. hat die Firma Widerspruch eingelegt mit der Begründung, sie hätte die Rechnungen bereits bezahlt und ich soll nun an das Amtsgericht eine Widerspruchsgebühr von fast 12% des Streitwertes zahlen. Was kann ich dagegen unternehmen?

Vermutlich haben Sie nur die weiteren Gerichtskosten als Zahlungsaufforderung erhalten. Sofern Sie auf dem Mahnbescheids-Antrag nicht angekreuzt haben, dass automatisch bei einem Widerspruch ins streitige Verfahren übergegangen werden soll, müssen Sie gar nichts tun, denn eine Zahlung würde einen Antrag auf Abgabe ans Prozessgericht bedeuten. Anderenfalls ist der Mahnbescheid gegebenenfalls zurückzunehmen, hier bleibt die Gerichtsgebühr für den Mahnbescheid aber bestehen.
Frage von Birgit | 2012-08-01

Habe versehentlich an eine falsche Kontonummer 2000 Euro überwiesen. Durch meine Hausbank habe ich versucht eine Rücküberweisung zu erwirken. Der falsche Empfänger hat diesem nicht zugestimmt. Kann ich hier einen Mahnbescheid stellen? Im Überweisungsformular wurde ein anderer Empfänger angegeben, also direkt erkennbar, dass dies eine falsche Überweisung war.

Hier kann Ihnen die Bank wirklich nicht helfen. Ein Mahnbescheid ist möglich, jedoch muss der Gegner zunächst zur Rückzahlung aufgefordert worden sein und eine gesetzte Frist idealerweise verstrichen sein, um nicht auf den Verfahrenskosten sitzen zu bleiben. Verweigert der Gegner so (und sei es durch Schweigen) die Rückzahlung, ist ein Mahnbescheid ein möglicher Weg.

Benutzen Sie für Ihre Frage nachstehendes Formular. Ihre Frage wird erst nach der Beantwortung durch uns online gestellt!

*
*
Bitte rechnen Sie 3 plus 4.*