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Ihre Fragen zum Mahnbescheid - unsere Antworten

Ihre Fragen zum Mahnbescheid - unsere Antworten

Hier beantworten wir Ihnen Ihre Fragen zum Thema Mahnbescheid, Vollstreckungsbescheid und zur Zwangsvollstreckung. Bitte beachten Sie, dass wir hier keine Rechtsberatung leisten und nur allgemeine Fragen bearbeiten können. Schicken Sie uns Ihre Frage nur einmal! Um Missbrauch vorzubeugen, werden die Einträge erst beantwortet und dann veröffentlicht. Wir behalten uns vor, Fragen nicht zu veröffentlichen oder zu beantworten, wenn dies Rechtsberatung darstellen sollte. Wir freuen uns auf Ihre Fragen!

Frage von Titze | 2012-03-13

Welches Amtsgericht ist für die Abgabe des Mahnbescheids zuständig?

Es ist immer das zentrale Mahngericht am Sitz des Antragstellers zuständig. Hier muss jedoch unbedingt das zentrale Mahngericht ausgewählt werden, nicht etwa das nächste Amtsgericht. Hat der Antragsteller seinen Sitz im Ausland, ist das zuständige Mahngericht Berlin.
Frage von Dean | 2012-03-11

Schuldner ist gemeldet unter der Adresse seiner Mutter. Kann ich das Mahnverfahren einleiten? Wird der Mahnbescheid an die Mutter übergeben und was passiert bei einer Vollstreckung? Wird dann in der Wohnung der mutter gepfändet unter der der Schuldner gemeldet ist?

Solange der Schuldner dort gemeldet ist, kann und wird der Mahnbescheid und auch der Vollstreckungsbescheid auch zugestellt werden. Es kommt allein auf die wirksame Zustellung an, nicht darauf, ob der Schuldner den Mahnbescheid auch tatsächlich liest. Das Inventar der Mutter wird nicht gepfändet, wenn sie angibt, es gehöre ihr. Sie wird ja nicht dadurch Schuldnerin, dass die die gleiche Meldeanschrift hat.
Frage von Jens | 2012-03-03

Ich möchte gegen einen Mahnbescheid Widerspruch einlegen. Ich erkenne den Mahnbescheid grundsätzlich an, nur bin ich mit der Summe nicht einverstanden. Ich möchte bezahlen aber nur die Hälfte. Welche Art von Widerspruch muß ich einlegen?

Sie haben die Möglichkeit, dem Mahnbescheid auch nur zum Teil zu widersprechen. Allerdings kann der Antragsteller mit einem Antrag sodann einen Vollstreckungsbescheid über den Teil der Forderung erlangen, welchem nicht widersprochen wurde. Dies kann nach Ablauf der Widerspruchsfrist auch kaum verhindert werden, es sei denn, man zahlt den unwidersprochenen Teil unmittelbar und unmissverständlich, z.B. durch Angabe auf dem Verwendungszweck. Eine oft genutzte Alternative ist es, dem Mahnbescheid zunächst vollständig zu widersprechen und sodann in Kommunikation mit dem Gläubiger eine Lösung zu suchen, die ein weiteres Verfahren überflüssig macht.
Frage von Ingrid L | 2012-03-02

Ich habe einen Mahnbescheid beantragt für eine Rechnung, die meine Vorgängerin in der Firma gestellt hatte. Kurz nachdem ich ihn in die Post ans Amtsgericht gegeben habe, hat sich herausgestellt, dass die Rechnung zum Teil fehlerhaft war und die tatsächliche Forderung an den Schuldner geringer ist als nun im Mahnbescheid angegeben. Der Schuldner wird also vermutlich Widerspruch einlegen, da der Forderungsbetrag zu hoch ist Was macht man in so einem Fall? Mahnbescheid zurücknehmen? Geht das überhaupt und wenn ja wie? Oder kann man einen Mahnbescheid nachträglich korrigieren?

Sie können einen Mahnbescheid zurücknehmen, das ist grundsätzlich nie ein Problem. Die gezahlten Gerichtskosten erhalten Sie jedoch nicht zurück. Ist nur der Betrag im Mahnbescheid zu hoch, sollte der Antragsgegner eigentlich nur einen Teilwiderspruch über den zu hohen Teil einlegen. Widerspricht er jedoch ganz, muss das Verfahren streitig fortgeführt werden und in der Klage der Forderungsbetrag entsprechend reduziert werden. Dies ist prozessual auch möglich.
Frage von Branko112 | 2012-02-23

Meine Frau hat ein Mahnbescheid bekommen von einem DSL Anbieter. Wir haben auch innerhalb der Frist widersprochen. Das ganze ist jetzt ca 7-8 Monate her. Wir haben seit damals nichts mehr gehört. Wie sollen wir uns verhalten?

Sie haben dem Mahnbescheid widersprochen. Die weitere Verfahrensführung obliegt dem Antragsteller, Sie müssen daher nichts unternehmen. Sie können allerdings auch einen Antrag auf Überleitung zum Prozessgericht als Antragsgegner stellen, sofern Sie ein Interesse an einer streitigen Fortführung, möglicherweise auch aus Kostensicht, haben.

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