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Ihre Fragen zum Mahnbescheid - unsere Antworten

Ihre Fragen zum Mahnbescheid - unsere Antworten

Hier beantworten wir Ihnen Ihre Fragen zum Thema Mahnbescheid, Vollstreckungsbescheid und zur Zwangsvollstreckung. Bitte beachten Sie, dass wir hier keine Rechtsberatung leisten und nur allgemeine Fragen bearbeiten können. Schicken Sie uns Ihre Frage nur einmal! Um Missbrauch vorzubeugen, werden die Einträge erst beantwortet und dann veröffentlicht. Wir behalten uns vor, Fragen nicht zu veröffentlichen oder zu beantworten, wenn dies Rechtsberatung darstellen sollte. Wir freuen uns auf Ihre Fragen!

Frage von Gerhard S. | 2012-02-23

Was passiert, wenn der Mahnbescheid nicht mehr zugestellt werden kann, da der Mietschuldner unter der angebebenen Adresse nicht mehr erreichbar bzw. anzutreffen ist?

Sie müssen eine wirksame Zustellung bewirken und können anderenfalls das Mahnbescheidsverfahren nicht fortführen. Eine öffentliche Zustellung, wie sie in anderen Verfahren möglich ist, scheidet nach § 688 ZPO aus. Gelingt also eine Zustellung nicht, ist das Mahnbescheidsverfahren nicht der richtige Weg.
Frage von Kosi | 2012-02-21

Ich habe einen Mahnbescheid bekommen. Die Forderung stammt von einem Unternehmen dass bereits in Insolvenz gegangen ist und nun von einer Firma mit ähnlichem Namen beantragt wurde. Anwälte und Inhaber der neuen Firma sind dei Gleichen! Ist das legitim?

Wir wissen nicht, ob die neue GmbH, möglicherweise im Wege eines Unternehmenskaufes o.ä. die Rechte der insolventen GmbH inkl. Ihrer Forderung gekauft hat und nun aus abgetretenem Recht gegen Sie vorgehen kann. Es ist juristisch ohne Frage möglich, sollte aber von Ihnen in jedem Fall sorgfältig geprüft werden, weil sich hier oftmals wirksame Verteidigungsansätze gegen die Forderung ergeben. Bevor Sie hier nun den Mahnbescheid gegen sich ergehen lassen, lassen Sie die Voraussetzung (anwaltlich) innerhalb der Widerspruchsfrist prüfen. Sicher wird man mit Ihnen kommunizieren. Wenn Sie sich verteidigen wollen, versäumen Sie nicht die Widerspruchsfrist gegen den Mahnbescheid.
Frage von Balu2xlc | 2012-02-17

Ich bin geschieden und zahle für unser damaliges Haus den Restkredit ab. Meine Exfrau und ich stehen beide in den Kreditverträgen, aber ich zahle alles alleine, weil es meine Exfrau nicht interessiert. Nun möchte ich das sie die Hälfte der Schulden bezahlt. Ich habe ihr schriftlich eine Frist gesetzt, die sie aber nicht eingehalten hat. Kann ich ihr jetzt einen Mahnbescheid schicken?

Bevor Sie einen Mahnbescheid beantragen, müssen Sie prüfen oder prüfen lassen, ob die Forderung fällig und in Verzug ist und von keinen weiteren Faktoren abhängt. In dem von Ihnen geschilderten Sachverhalt sind viele Variablen denkbar, welche einen Einfluss auf die Forderung haben können. Wenn Sie sicher sind, dass die von Ihnen beschriebene Forderung die o.g. Voraussetzungen erfüllt, könnten Sie einen gerichtlichen Mahnbescheid in Erwägung ziehen.
Frage von Angela | 2012-02-16

Ich habe online Ware bestellt, per Vorauskasse geleistet und Ware erhalten. Diese entsprach nicht meiner Vorstellung, da minderwertig meiner Meinung nach. Telefonisch teilte ich mit, dass ich von meinem Widerrufsrecht Gebrauch machen möchte und bat um Mitteilung, wie verfahren, zwecks Rückabwicklung. Man teilte mit, ich solle Bankverbindung und Bestell-Nr. per Mail mitteilen, Geld wird überwiesen, Ware bräuchte ich nicht zu übersenden. Nun kommt jedoch kein Geld obwohl angeblich gezahlt wurde. Habe bereits mehrfach telefonisch und per Mail Kontakt aufgenommen und Frist gesetzt. Hat hier ein Mahnbescheid Chancen und wenn ja, wie muss ich meine Forderung eintragen. Welche Schlüsselnr. und Bezeichnung?

Hier sollte zunächst verbindlich geprüft werden, ob hier der rechtzeitige Widerruf im Bestreitensfall beweisbar ist und mit diesem Ergebnis sollte entscheiden werden, ob der Mahnbescheid der richtige Weg ist. Es verschließt sich uns, warum die Ware nicht zurückgesandt werden sollte. Nur, wenn die Prüfung ergibt, dass der Anspruch besteht und nicht von einer Gegenleistung abhängt, ist der gerichtliche Mahnbescheid der richtige Weg.
Frage von Ingo | 2012-02-15

Ich habe für eine Fa. Telefonakquise betrieben. Ca. 500 Anrufe. Daraus entstanden 7 Vor-Ort Termine und 14 x Angebotswünsche. Jetzt behauptet mein Auftraggeber bei Rückruf (Angebote) wüsste keiner was von meinem Anruf bzw. ich hätte nie angerufen. Jetzt verweigert er die Zahlung meiner Rechnung. Er nennt mir auch nicht die Firmen, obwohl ich von den Firmen auch die Ansprechpersonen in der Datenbank vermerkt habe. Bringt hier ein Mahnbescheid Sinn oder besser ein anwaltliches Schreiben. Ich unterstelle sogar, das sie nie vor hatten zu zahlen.

Hier kann nicht beurteilt werden, was der richtige Weg ist, weil nicht abgeschätzt werden kann, wie eine Verteidigung der Gegenseite aussieht. Wenn man bereits jetzt von einem Widerspruch gegen einen Mahnbescheid ausgehen kann, ist sogar der Mahnbescheid der falsche Weg und eine unmittelbare Zahlungsklage angezeigt. In beiden Fällen sollte geprüft werden, was für eine Art Vertrag vorliegt (wir vermuten einen Dienstvertrag) und ob die Leistungserbringung im Falle des Bestreitens beweisbar sein wird. Wenn dies geklärt ist, sollte entsprechend konsequent gehandelt werden.

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