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Ihre Fragen zum Mahnbescheid - unsere Antworten

Ihre Fragen zum Mahnbescheid - unsere Antworten

Hier beantworten wir Ihnen Ihre Fragen zum Thema Mahnbescheid, Vollstreckungsbescheid und zur Zwangsvollstreckung. Bitte beachten Sie, dass wir hier keine Rechtsberatung leisten und nur allgemeine Fragen bearbeiten können. Schicken Sie uns Ihre Frage nur einmal! Um Missbrauch vorzubeugen, werden die Einträge erst beantwortet und dann veröffentlicht. Wir behalten uns vor, Fragen nicht zu veröffentlichen oder zu beantworten, wenn dies Rechtsberatung darstellen sollte. Wir freuen uns auf Ihre Fragen!

Frage von Steffen L. | 2012-02-08

Ich habe in meinem Mahnbescheid zwei Forderungen aufgestellt. Die zweite (20 EUR) möchte ich beim bevorstehenen Vollstreckungsbescheid nun fallen lassen (vor Gericht schwer beweisbar, Erfolgsaussichten gering). Wie vermerke ich das auf dem Vollstreckungsbescheid?

Sie könnten den Vollstreckungsbescheid in voller Höhe beantragen und lediglich nicht vollstrecken, wenn eine Zwangsvollstreckung nötig wird. Sie könnten auch eine Zahlung von 20,- € auf dem Antrag zum VB eintragen, dann fällt die Forderung weg, nur entspricht die Zahlung eben nicht der Wirklichkeit. Wenn sich der Schuldner nur gegen die 20,- € wehrt, könnten Sie auch von der gerichtlichen Verfolgung absehen. Der sonst einzige Weg wäre, den Antrag auf den Mahnbescheid in Höhe von 20,- € zurückzunehmen und auf einen neuen Antrag auf einen Vollstreckungsbescheid zu warten, bzw hierauf hinzuwirken.
Frage von Mareile | 2012-02-07

Ich habe im Oktober 2010 einen Mahnbescheid erhalten mit einer Forderung aus dem Jahre 2008. Dem habe ich Widersprochen, danach habe ich nie wieder etwas gehört bis zu 02.02.2012 nun schrieb der Anwalt des Gläubigers und fordert mich zu zahlung auf. Ist dieses nicht verjährt?? Und kann ich von der "Einrede auf Verjährung" gem. §214 Gebrauch machen? Wann beginnt die Verjährungsfrist?

Der Antrag auf Erlass eines Mahnbescheides kann den Lauf der Verjährung unterbrechen, aber nur dann, wenn das Verfahren dann auch zeitnah(!) weiter betrieben wird. Dies dürfte hier nicht der Fall sein, so dass die Regelverjährung wohl weiter gelten dürfte. Wenn die nun 3 Jahre beträgt (es gibt andere Verjährungen, je nach Forderung), dann könnte die Forderung jetzt bereits verjährt sein. Voraussetzung ist, dass es damals nicht zu einem Vollstreckungsbescheid gekommen ist, was jedoch ausgeschlossen werden kann, wenn ein Widerspruch rechtzeitig eingelegt wurde. Hier würde ich den Eintritt der Verjährung verbindlich prüfen oder prüfen lassen und mich hierauf berufen, wenn Verjährung gegeben ist.
Frage von Lilalinda | 2012-01-24

Ein Handwerker hat eine Arztpraxis eingerichtet. Nunmehr ist die Rechnung nur zum Teil bezahlt worden. Über den Rest soll jetzt ein Mahnbescheid beantragt werden, da der Arzt auf Anrufe oder Besuche nicht reagiert, bzw. sich verleugnen lässt. Frage: Wie ist der Schuldner richtig zu benennen? Arztpraxis Dr. sowieso, Praxisadresse oder Herr Dr. sowieso, Privatadresse? Die Rechnungen gingen jeweils an die Praxisadresse.

Der Schuldner ist der Herr Dr. ... und nicht etwa seine Praxis. Als Zustelladresse kann jedoch durchaus die Firmenanschrift angegeben werden. Dies gilt solange es sich bei der Praxis um ein Einzelunternehmen und nicht etwa um eine GmbH o.ä. handelt.
Frage von Isabell | 2012-01-23

Ich habe dem ex-Mann meiner Mutter vor ca. 6 jahren 2000 Euro geliehen. Schuldschein ist vorhanden! Er will mir mein Geld nicht zurück zahlen, behauptet ich hätte ihn bestohlen! Ich habe ihm bereits ein Schreiben mit der Bitte um eine Einigung geschickt, daraufhin kam keine Antwort. Kann ein Mahnbescheid in diesem Fall sinnvoll sein? Er hat in seinem Freundeskreis einen Rechtsanwalt, der ihn sicherlich unterstützen wird.

Hier stellt sich eher die Frage nach der Beweisbarkeit der Forderung, da sie nach Ihrer Schilderung je wohl tatsächlich besteht. Der Antragsgegner hat die Möglichkeit, einen Widerspruch gegen den Mahnbescheid einzulegen und so das Verfahren (auf Ihren Antrag) zu einer normalen Klage zu machen. Wird Ihr Anspruch dann bestritten, müssen Sie ihn beweisen. Gelingt Ihnen hier kein Beweis, wird die Klage abgewiesen und Sie tragen die Kosten des Verfahrens. Sie sollten also überlegen, ob es Beweise (Zeugen, Kontoauszüge, etc.) für Ihre Zahlung und für den Darlehensvertrag gibt, auch wenn dieser Vertrag nur mündlich geschlossen wurde. Vielleicht kann hier schon Ihre Mutter weiter helfen? Mit den verfügbaren Informationen sollte dann besser auch ein Rechtsanwalt konsultiert werden, der die Erfolgsaussichten verbindlich prüfen kann.
Frage von mrsxffm | 2012-01-12

Ich bin Kleinunternehmer und habe einen Kunden (Kosmetikstudio), der nicht zahlen will. Ich habe bereits 3 Mahnungen verschickt, aber er reagiert nicht, auch nicht auf Anrufe etc.
Als Kleinunternehmer habe ich auf meiner Homepage und Briefpapier AGBs wo ich darauf hinweise, dass "Rechnungen innerhalb von 14 Tagen zu zahlen sind und bei Zahlungsverzug je X € Mahngebühren pro Mahnung und Verzugszinsen in Höhe von 5 % über dem Basiszinssatz der EZB in Rechnung gestellt werden. Ebenso weise ich darauf hin, dass ich bei nichtbegleichung ein Mahnverfahren eingeleite und der kunde die Kosten dafür trägt.
Ich habe bereits 3 Mahnungen verschickt, aber bisher nur die X € Mahngebühren berechnet. Jetzt reicht es mir und ich will mein Geld per Mahnverfahren einfordern. Dazu möchte ich gerne wissen, ob ich als Kleinunternehmen ggü. dem Kunden (keine Ahnung welche Rechtsform das ist, das ist nicht ersichtlich) 5 % oder 8 % Zinsen berechnen kann oder muss. Ebenso würde ich gerne wissen, ob meine Rechnungen nach 14 oder erst nach 30 Tagen zur Zahlung fällig sind. Und ab wann darf ich die Zinsen berechnen, ab dem 15. oder dann dem 31. Tag? Muss ich bei der Zinsberechnung jeden Tag nehmen oder noch Wochentage? Oder berechnet das Gericht die Zinsen selber?

Ihre Rechnungen sind in der Regel sofort fällig, auch wenn darauf hingewiesen wird, dass die Zahlung spätestens bis zum ... zu leisten ist. Laut BGB tritt der Verzug mit der (ersten) Mahnung ein, ab diesem Tage können Sie auch Zinsen berechnen und wenn nicht davon auszugehen ist, dass es sich bei dem Kosmetikstudio um einen Verbraucher handelt, in Höhe von 8% über dem Basiszins der EZB p.a. Hierbei zählt dann auch jeder Tag und nicht etwa nur die Wochentage.

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