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Ihre Fragen zum Mahnbescheid - unsere Antworten

Ihre Fragen zum Mahnbescheid - unsere Antworten

Hier beantworten wir Ihnen Ihre Fragen zum Thema Mahnbescheid, Vollstreckungsbescheid und zur Zwangsvollstreckung. Bitte beachten Sie, dass wir hier keine Rechtsberatung leisten und nur allgemeine Fragen bearbeiten können. Schicken Sie uns Ihre Frage nur einmal! Um Missbrauch vorzubeugen, werden die Einträge erst beantwortet und dann veröffentlicht. Wir behalten uns vor, Fragen nicht zu veröffentlichen oder zu beantworten, wenn dies Rechtsberatung darstellen sollte. Wir freuen uns auf Ihre Fragen!

Frage von Nicole | 2011-03-23

Es besteht eine Vereinbarung zwischen einer Kreditnehmerin und mir als Kreditgeberin vom 06.01.10 über verauslagte Beträge aus Bestellungen, die seit Einschreibung der Kreditnehmerin in meinem Network in Höhe von 839,00 noch offen sind. Lt. Vereinbarung sollten die Beträge bis zum 20.01.10 zurückgezahlt werden. Seit letzten Jahres reagiert die Kreditnehmerin weder auf emails oder Anrufe. Inzwischen ist die email-adresse o. Tel.-Nr. nicht mehr gültig. Kann ich ohne weitere Mahnungen einen Mahnbescheid erlassen? Muss die schriftliche Vereinbarung beigefügt werden?

Laut Ihrer Darstellung ist die Schuldnerin mit ihren Zahlungen in Verzug geraten und der gerichtliche Mahnbescheid daher ohne Weiteres möglich. Sie müssen die Forderung im Mahnbescheidsverfahren nicht beweisen und daher die schriftliche Vereinbarung auch nicht beifügen.
Frage von Rico W. | 2011-03-22

Ich möchte einen Mahnbescheid gegen eine GmbH & Co. KG erwirken.Die offene Rechnung ist allerdings an die Verwaltungs GmbH adressiert. Kann ich den MB dennoch gegen die GmbH & Co. KG richten oder an den Rechnungsempfänger?

Maßgeblich ist, wer Vertragspartner geworden ist. Wenn die Leistung für oder im Auftrag der GmbH & Co. KG erbracht worden ist, dann ist diese KG auch der richtige Antragsgegner im Mahnbescheidsverfahren. Man sollte prüfen, ob die Rechnungsstellung an die Verwaltungs-GmbH korrekt war, um den Zahlungsverzug sicherzustellen. Bitte beachten Sie auch, dass hier ein dreistufiges Vertretungsverhältnis vorliegt: GmbH & Co. KG -> Verwaltungs-GmbH -> Geschäftsführer. Dies muss im Mahnbescheid auch genau so angegeben werden.
Frage von Rudolf N. | 2011-03-16

Während einer Zugfahrt Anfang Januar 2011 fiel die Tasche eines Mitreisenden aus der Gepäckablage auf den Tisch im Großraumwagen. Dabei wurde meine Lesebrille erheblich beschädigt. Ich habe dem Verursacher die Reparatur-Rechnung zugeleitet. Er bestreitet jede Schuld, teilte aber mit, sein Versicherer werde den Schaden ersetzen. Ich habe den Verursacher gebeten, bis zum 15. Februar zu leisten. Bis heute hat sich weder der Versicherer gemeldet noch ist der Schadensausgleich eingegangen. Kann ich jetzt per Mahnbescheid gegen den Verursacher vorgehen?

Ein gerichtlicher Mahnbescheid ist nur dann das richtige Mittel, wenn es mehr oder weniger unstrittig ist, dass der Anspruch besteht. Wenn hierüber Einigkeit herrschen sollte und nur nicht bezahlt wird, ist der Mahnbescheid ein möglicher Weg. Wenn der Anspruch dem Gunde nach bestritten wird, ist ein Mahnbescheid Zeitverschwendung, weil der Antragsgegner unmittelbar Widerspruch erheben wird und die Parteien sich dann im streitigen Verfahren befinden. Ist dies wahrscheinlich, ist eine unmittelbare Klage oder eben auch eine vorgerichtliche, anwaltliche Auseinandersetzung der direktere Weg.
Frage von Martina S. | 2011-03-10

Meine Schuldnerin (3.000,- Euro plus Zinsen) betreibt eine Online Firma und verkauft hierüber ihre Produkte (der Kredit war zur Existenzgründung). Seit Jan 2008 habe ich ihr das Geld geliehen (mit entspr. Vertrag) und eine Raten-Rückzahlung war bereits nach 6 Monaten geplant. Ich fordere sie nun bereits seit 2 Jahren auf, mir wenigstens per kleinen Raten das Geld zurück zu zahlen, jedoch ergebnislos. Ich möchte nun einen Mahnbescheid gegen sie erstellen. Meine Frage hierzu ist, ob ich diesen Mahnbescheid gegen ihre Online-Firma richte oder an sie persönlich. Die Schuldnerin ist Alleininhaber der Firma. Sie wird wohl auch vom Sozialamt unterstützt und die Einnahmen ihres shops sind nicht übermäßig groß, dennoch sollte eine mtl. Rate möglich sein. – Gegen wen richte ich meinen Mahnbescheid? Gegen die Privatperson oder ihre Firma. Was verspricht mehr Erfolg und worauf muss ich achten um keine Fehler zu machen und ich mein Geld bekomme?

In diesem Fall geht es weniger darum, was sinnvoller ist, sondern allein darum, was juristisch richtig ist. Es kommt hier maßgeblich darauf an, ob es sich bei der Firma der Schuldnerin um eine eigenständige juristische Person handelt. Dies ist zum Beispiel bei einer GmbH oder bei einer KG der Fall, nicht jedoch, wenn die Schuldnerin lediglich ein Gewerbe angemeldet hat und dieses betreibt. Falls es sich um eine solche eigentständige juristische Person handeln sollte, stellt sich die Frage, ob das Darlehen an diese Firma (GmbH o.ä.) gegeben wurde und nur für diesen Fall ist der richtige Mahnbescheidsgegner die Firma. In allen anderen Fällen ist der Antragsgegner jeweils der Schuldner persönlich. Bei einem normalen Gewerbe haftet der Schuldner jeweils persönlich und der Gläubiger ist auch nicht gehindert, in das Firmenvermögen zu vollstrecken. Die hier zur Verfügung stehenden Informationen reichen leider nicht aus, um die vorstehenden Fragen abschließend zu beantworten.
Frage von Dani | 2011-03-08

Ich habe einer Freundin innerhalb von 3 Jahren insgesamt 5.000 Euro geliehen. Kein schriftlich unterzeichneter Vertrag. Im Oktober 2006 wurde per Mail um Aufschub der Rückzahlung gebeten. Letzte Mahnung per Mail mit Frist 31.12.10 blieb unbeantwortet. Für das Darlehen gibt es mehrere Zeugen. Lohnt es sich ein Mahnverfahren loszutreten oder bleibe ich eventuell auf den Kosten sitzen und bekomme das Geld nicht zurück?

Nach Ihren Schilderungen ist davon auszugehen, dass das Darlehen bereits gekündigt ist und die Rückzahlung ergebnislos mit Frist angemahnt worden ist. Daher steht dem gerichtlichen Mahnbescheid in der Sache nichts im Weg. Dennoch ist der Verfahrenserfolg davon abhängig, ob die Schuldnerin überhaupt zur Zahlung in der Lage ist. Denn nur in diesem Fall werden Sie auch die Kosten erstattet bekommen. Die können den Antrag auf einen Mahnbescheid hier unmittelbar beauftragen. Beachten Sie auch, dass Ihre Forderungen der Verjährung von drei Jahren ab Fälligkeit der Rückzahlung (Fristberechnung jeweils ab Jahresende) unterliegen.

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