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Ihre Fragen zum Mahnbescheid - unsere Antworten

Ihre Fragen zum Mahnbescheid - unsere Antworten

Hier beantworten wir Ihnen Ihre Fragen zum Thema Mahnbescheid, Vollstreckungsbescheid und zur Zwangsvollstreckung. Bitte beachten Sie, dass wir hier keine Rechtsberatung leisten und nur allgemeine Fragen bearbeiten können. Schicken Sie uns Ihre Frage nur einmal! Um Missbrauch vorzubeugen, werden die Einträge erst beantwortet und dann veröffentlicht. Wir behalten uns vor, Fragen nicht zu veröffentlichen oder zu beantworten, wenn dies Rechtsberatung darstellen sollte. Wir freuen uns auf Ihre Fragen!

Frage von Volker | 2014-05-19

Vor mehr als 3 Jahren wurde mir eine Abmahnung zugeschickt, in der behauptet wurde ich hätte über eine Internet-Tauschbörse einen Film heruntergeladen und ihn anderen Nutzern zugänglich gemacht. Da ich weder über die Software dafür verfüge, noch jemals Kontakt zu einer Tauschbörse hatte, hatte ich die Abmahnung wiederholt zurückgewiesen.
Jetzt erhielt ich einen Mahnbescheid über 1000 Euro plus Gebühren. Wie kann ich dagegen vorgehen? Hilft ein Widerspruch?
Der Vorgang ist so, als würde man mir einen Ladendiebstahl vorwerfen in einem Geschäft, dass ich nicht kenne, geschweige denn jemals betreten habe.

Selbstverständlich ist verfahrenstechnisch ein Widerspruch möglich, es bleibt dann aber dem Antragsteller vorbehalten, das Verfahren weiter zu führen, oder eben auch nicht. Ob dies geschieht, vermögen wir nicht zu sagen. Das weitere Verfahren ist dann eine Frage der Beweisführung und der Beweislastverteilung. Mit Blick auf den nicht gänzlich unerheblichen Gegenstandswert ist hier eine kurze anwaltliche Beratung angezeigt, die wir empfehlen.
Frage von Hans | 2014-05-06

Es geht hier um die Frist des Widerspruches beim MB. Diese beträgt 14 Tage nach Zustellung. Sind dies dann Werktage (ohne Sonn.- und Feiertage) oder ist die volle Woche dafür maßgeblich?

Es zählen sämtliche Tage für die Widerspruchsfrist. Nur, wenn das Fristende auf einen Sonntag oder Feiertag fällt, ist der nächste Werktag als Fristende maßgeblich.
Frage von BWP | 2014-04-26

Ich habe gestern einen dubiosen Mahnbescheid meines Ex-Schwiegervaters erhalten -
vermeintlich!
Denke jedoch, dass meine Ex dahinter steckt und erneut Szenarien ausbrütet.
Der MB wirkt holprig, ungenau und laienhaft. Die Summe ist rätselhaft und zudem völlig
aus der Luft gegriffen.
Es ist als Prozessbevollmächtigter lediglich eine große Partnergesellschaft genannt. Es fehlt allerdings der Name des zuständigen Anwalts, was mich sehr wundert.
Ist das üblich? Kann ich mir nicht vorstellen!
Außerdem glaube ich nicht, dass dieser sich so unpräzise formuliert und schon gar nicht
unverifizierte Forderungen anmahnt.
Ich zitiere mal:
I. Hauptforderung:
Darlehensrückzahlung
1. gem. Darlehen vom 01.01.11 xxx EUR
2. gem. Darlehen vom 10.04.14 xxx EUR
Ich habe weder am 01.01.11 noch am 10.04.14 (also kurz vor dem Mahnbescheid) ein
Darlehen bei meinem Ex-Schwiegervater in Anspruch genommen. Zumal ich seit nunmehr 8 Jahren von seiner Tochter getrennt bin.
Auch wären zu diesem Zeitpunkt keine Zahlungen aus irgendwelchen Darlehen fällig gewesen. Abgesehen davon ist die Summe völlig absurd und nicht nachvollziehbar.
Ich werde den Verdacht nicht los, dass es sich wieder einmal um einen Betrugsversuch ihrerseits handelt. Man muss erwähnen, die Dame ist vorbelastet ;-)
Fakt ist, dass wir 1991 und 1998 für unseren Hausbau gesamtschuldnerisch ein Privatdarlehen bei ihrem Vater aufgenommen hatten. Diese waren aber bereits 1995 und 2003 fällig, sind nicht angemahnt worden und bereits verjährt!
Außerdem müsste dann der Mahnbescheid "Gesamtschuldner" erfassen.....er richtet sich aber alleine gegen mich.
Ich werde den Verdacht nicht los, dass ich reingelegt werden soll.
Selbstverständlich werde ich Widerspruch einlegen! Möchte aber gleichzeitig Anzeige wegen Betrug stellen. Lehne ich mich damit zu sehr aus dem Fenster?

Tatsächlich kann ein Mahnbescheid auch wegen unverifizierter Forderungen beantragt werden. Dies zeigt sich dann im streitigen Verfahren. Der verantwortliche Partner muss nicht angegeben werden, dies ist demnach nicht augescheinlich unrichtig. Unterstellt, Ihre Angaben sind zutreffend, ist ein Widerspruch angezeigt. Gesamtschuldner müssen aber nicht gemeinsam in Anspruch genommen werden, es ist genauso möglich, nur einen der Gesamtschuldner zu belangen. Im streitigen Verfahren wird sich dann zeigen, ob die Darlehensrückfordeurungen tatsächlich verjährt sind.
Frage von C.B | 2014-04-05

Da unser Mieter mit vier Monatsmieten im Rückstand ist haben wir einen gerichtlichen Mahnbescheid beantragt. Kurz nachdem ist der Mieter ohne zu kündigen umgezogen. Er hat dem Mahnbescheid nun mit der Begründung widersprochen, dass seine Adresse nicht stimmt. Ist dieser Wiederspruch rechtens?

Eine unzutreffende Adresse kann zwar die Zustellung des Mahnbescheides beeinflussenn, nicht aber die Begründetheit. Der Widerspruch zeigt zudem, dass die Zustellung am Ende doch gelungen ist. Jedoch: Widerspruch ist Widerspruch und die einzige Weise, das Verfahren weiter zu betreiben, ist, streitig, dann mit richtiger Adresse vor dem zuständigen Amtsgericht vorzugehen.
Frage von Elke S. | 2014-02-12

Mein Sohn hat eine Rechnung am 4.2.14 bezahlt. Am 6.2.14 hat der Zahlungsempfänger aber einen Antrag auf Mahnbescheid gestellt. Was sollen wir jetzt tun?

Sofern Sie sich zum Zeitpunkt der Antragstellung bereits im Verzug befunden haben, ist der Antrag berechtigt gewesen und die weiteren Kosten des Mahnbescheides zu begleichen. In diesem Fall wäre der Differenzbetrag zu zahlen. War noch kein Verzug gegeben, ist ein Widerspruch gegen den Mahnbescheid angzeigt.

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