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Ihre Fragen zum Mahnbescheid - unsere Antworten

Ihre Fragen zum Mahnbescheid - unsere Antworten

Hier beantworten wir Ihnen Ihre Fragen zum Thema Mahnbescheid, Vollstreckungsbescheid und zur Zwangsvollstreckung. Bitte beachten Sie, dass wir hier keine Rechtsberatung leisten und nur allgemeine Fragen bearbeiten können. Schicken Sie uns Ihre Frage nur einmal! Um Missbrauch vorzubeugen, werden die Einträge erst beantwortet und dann veröffentlicht. Wir behalten uns vor, Fragen nicht zu veröffentlichen oder zu beantworten, wenn dies Rechtsberatung darstellen sollte. Wir freuen uns auf Ihre Fragen!

Frage von Paula | 2010-03-15

Ich habe über eine Agentur einen Babysitterjob bei einer Familie angenommen. Dort habe ich 6 x für jeweils 2 Stunden gearbeitet. Da der Vater und ich uns geeinigt hatten, dass wir es erstmal ausprobieren, haben wir keinen Arbeitsvertrag abgeschlossen. Nun warte ich seit Mitte September 2009 auf meinen Lohn für meine Einsätze, denn ich wurde danach gekündigt (per Telefon). Ich habe bereits 3 Mahnungen geschrieben, aber bis heute kein Geld erhalten. Kann ich auch ohne einen Arbeitsvertrag ein Mahnbescheid beantragen? Und wie errechne ich die Verzugszinsen, falls es sowas in meinem Fall geben sollte?

Hier sollte man zunächst untersuchen, ob die Agentur oder der Vater als Auftraggeber der richtige Anspruchsgegner ist. Es wird darauf ankommen, ob die Agentur nur vermittelt hat oder auch die Abrechnung selbst vornehmen sollte/wollte. Ansonsten ist davon auszugehen, dass der Vertrag auch mündlich geschlossen gilt. Die Verzugszinsen laufen ab der ersten Mahnung. Diese und weitere Fragen zum Mahnbescheid beantwortet aber auch die Rechtsantragsstelle beim Mahngericht.
Frage von Lihovic | 2010-03-15

Warum häufen sich Anträge auf Erlass eines Mahnbescheides zum Ende des Kalenderjahres?

Weil zum 31.12. eines jeden Jahres die Forderungen verjähren, welche 3 Jahre alt sind. Der Mahnbescheid ist ein wirksames und günstiges Mittel, um die Verjährung zu unterbrechen, wenn die Zustellung auf den Antrag folgt.
Frage von Sabrina | 2010-03-14

Ich habe die Bestattungskosten für unseren Vater komplett bezahlt und meine Geschwister aufgefordert anteilmäßig die Kosten zu übernehmen. Dieses wurde abgelehnt. Kann ich einen Mahnbescheid erlassen und ins erwartete Erbe reinpfänden?

Die vorbehaltlose Beantwortung wäre eine Rechtsberatung, die wir hier nicht leisten können und dürfen. Prinzipiell können die Geschwister Gesamtschuldner sein und ein Mahnbescheid als Geltendmachung einer Regressforderung im Innenverhältnis ist ein möglicher Weg. Ob dies in Ihrem individuellen Fall auch so ist und ob hier eventuell Besonderheiten im Sachverhalt zu einer anderen Beurteilung führen, kann nicht gesagt werden. Sofern Sie aber einen Rechtsanwalt mit der Beantragung eines Mahnbescheides beauftragen, wird dieser die Forderung auf Plausibilität prüfen.
Frage von Birgit | 2010-03-11

Meine Firma hat einem Kunden einen Mahnbescheid geschickt. Dieser zahlt nun in Raten. Was muss man tun um den Mahnbescheid "rückgängig" zu machen?

Sie müssen nichts tun, wenn nach der Zustellung des Mahnbescheides in Raten gezahlt wird. Allerdings muss Ihr Kunde Ihnen insoweit vertrauen, dass Sie keinen Vollstreckungsbescheid beantragen, wenn die Widerspruchsfrist abgelaufen ist. Dies könnten Sie ja noch tun. Behalten Sie sich diese Möglichkeit vor, falls die Ratenzahlung ausfallen sollte. Hört das Gericht von Ihnen nichts weiter, legt es die Akte ab.
Frage von Michael | 2010-03-09

Ich habe "vergessen" eine Rechnung zu bezahlen und bin auch bereit die Forderung zu begleichen. Nun kam ein Mahnbescheid mit insgesamt 89,94 € Gebühren? Angeblich war es schwer und aufwendig den Mahnbescheid zu beantragen, ausserdem werden zusätzlich Kosten für eine Creditreform Anfrage in Höhe von 15,- € in Rechnung gestellt um die Adresse abzugleichen? Ich bin die letzten Jahre nicht umgezogen?! Muss ich die überhöhten Gebühren begleichen?

Die Gebührenhöhe können wir nicht prüfen, weil die Forderung in der Höhe unbekannt ist und auch die Auflistung der Verfahrenskosten nicht bekannt ist. Mahnbescheidskosten in der angegebenen Höhe rechtfertigen eine Hauptforderung von bis zu 600,- €. Sollte die Hauptforderung aber unterhalb von 300,- € liegen, könnten die hier verlangten Kosten möglicherweise überhöht sein und eine sorgfältige Prüfung ist erforderlich. Gleichzeitig sollten die Kosten des Adressabgleiches überflüssig sein, wenn kein Anlass besteht die Adresse zu prüfen. Hier ist möglicherweise ein Teilwiderspruch eine denkbare Möglichkeit.

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