mahnbescheid_icon mahnbescheid_icon mahnbescheid_icon
Ihre Fragen zum Mahnbescheid - unsere Antworten

Ihre Fragen zum Mahnbescheid - unsere Antworten

Hier beantworten wir Ihnen Ihre Fragen zum Thema Mahnbescheid, Vollstreckungsbescheid und zur Zwangsvollstreckung. Bitte beachten Sie, dass wir hier keine Rechtsberatung leisten und nur allgemeine Fragen bearbeiten können. Schicken Sie uns Ihre Frage nur einmal! Um Missbrauch vorzubeugen, werden die Einträge erst beantwortet und dann veröffentlicht. Wir behalten uns vor, Fragen nicht zu veröffentlichen oder zu beantworten, wenn dies Rechtsberatung darstellen sollte. Wir freuen uns auf Ihre Fragen!

Frage von Silke | 2010-03-07

Eine Privatperson schuldet mir (auch Privatperson) Geld. Leider wurde dies damals nicht schriftlich festgehalten. Als Beweis kann ich nur einige sms des Schuldners vorlegen. Kann ich direkt einen Mahnbescheid stellen oder macht eine Anzeige wegen Betrugs Sinn?

Einen Mahnbescheid können Sie unmittelbar beantragen. Bewiesen werden muss die Forderung auch erst, wenn dem Mahnbescheid widersprochen wird. Ob mit den sms ein Beweis sinnvoll zu führen ist, können wir natürlich nicht beurteilen, aber möglich wäre dies schon. Eine Strafanzeige wegen Betruges macht nur dann Sinn, wenn zum Zeitpunkt des Darlehens (wenn es denn hier eines war) oder des sonstigen Vertragsschlusses schon keine Rückzahlungsbereitschaft bestand und dies auch beweisbar oder zumindest ermittelbar ist. Alleine die fehlende Rückzahlung heute rechtfertigt noch keine Strafanzeige.
Frage von Martina | 2010-03-05

Wir haben einem Kunden einen Mahnbescheid über eine Dienstleistung von € 2200 zukommen lassen. Er hatte dann lediglich € 1100,-- überwiesen. Wie müssen wir jetzt vorgehen ? Einen Vollstreckungsbescheid über den Rest?

Korrekt. Auf dem Antrag auf Erlass eines Vollstreckungsbescheides ist eine Spalte, in welche man die Höhe der Teilzahlungen eintragen kann. Das Mahngericht errechnet dann den verbleibenden Rest inkl. Kosten und Zinsen und erlässt einen Vollstreckungsbescheid über den korrekten Betrag, wenn nicht zugleich mit der Teilzahlung ein Widerspruch eingegangen ist.
Frage von Doreen | 2010-02-25

Mein Freund und sein Bruder haben sich bei der Freundin des Vaters Geld geliehen und dies schriftlich festgehalten. Die beiden haben nicht gezahlt. Jetzt bekam mein Freund einen Mahnbescheid in der Post. Sein Bruder aber nicht. Sollten wir da jetzt wiedersprechen weil der Bruder keinen bekommen hat?

Zunächst hört sich dies nach einem Gesamtschuldverhältnis an. Wenn ein solches vorliegen sollte, dann kann auch nur einer der beiden Gesamtschuldner allein in Anspruch genommen werden. Hier würde ein Widerspruch gegen den Mahnbescheid mit dem Argument, "der andere schulde doch auch" nicht funktionieren. Wir müssen darauf hinweisen, dass diese allgemeinen Hinweise eine Rechtsberatung nicht ersetzen können. Eine abweichende Sachverhaltssituation oder auch zusätzliche Punkte können eine andere rechtliche Bewertung ergeben.
Frage von Hans | 2010-02-23

Ich habe eine Kostenvorwahl benutzt. Dadurch entstanden Kosten von 0,83€. Die telekom hat abeim Einzug diesen Betrag herausgerechnet. Auf die Mahnung von Carrier-Service habe ich nicht reagiert, da ich dachte es wär erledigt. Nun bekomme ich eine Inkassorechnung von 48€. Wenn ich nicht zahle, muß ich also wegen 0,83€ mit einem Mahnbescheid rechnen? Ist der Streitwert dann 0,83€ oder die 48€.

Der Gegenstandswert ist zwar nur 0,83 €, aber die Kosten von 0,00 € bis 299,- € sind gleich hoch. Ob der Carrier nun einen Mahnbescheid wegen 0,83 € beantragt, können wir nicht einschätzen. Sicherlich sind die Inkassokosten zu hoch angesetzt und werden keinen gerichtlichen Bestand haben. Welchen Verfahrensweg der Gläubiger aber wählt, lässt sich schwer abschätzen.
Frage von Lutger | 2010-02-22

Wie lange hat der Antragsteller Zeit nach Widersrpuch eines Mahnbescheides Klage einzureichen ?

Prinzipiell läuft keine Frist, so dass (abgesehen von der Verjährungsfrage) die Anspruchsbegründung zum Mahnbescheid auch noch nach Monaten eingereicht werden kann. Die Mahngerichte legen die Akten jedoch ca. nach 6 Monaten ab, wenn keine Anspruchsbegründung eingeht. Dann werden sie dort nicht mehr als aktive Akten geführt und müssen gegebenenfalls reaktiviert werden.

Benutzen Sie für Ihre Frage nachstehendes Formular. Ihre Frage wird erst nach der Beantwortung durch uns online gestellt!

*
*
Was ist die Summe aus 1 und 8?*