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Ihre Fragen zum Mahnbescheid - unsere Antworten

Ihre Fragen zum Mahnbescheid - unsere Antworten

Hier beantworten wir Ihnen Ihre Fragen zum Thema Mahnbescheid, Vollstreckungsbescheid und zur Zwangsvollstreckung. Bitte beachten Sie, dass wir hier keine Rechtsberatung leisten und nur allgemeine Fragen bearbeiten können. Schicken Sie uns Ihre Frage nur einmal! Um Missbrauch vorzubeugen, werden die Einträge erst beantwortet und dann veröffentlicht. Wir behalten uns vor, Fragen nicht zu veröffentlichen oder zu beantworten, wenn dies Rechtsberatung darstellen sollte. Wir freuen uns auf Ihre Fragen!

Frage von Vincent S. | 2009-09-30

Mir liegt ein Mahnbescheid vom 5.01.2004 (zugestellt am 08.01.2004) vor mit Forderungen vom 21.06.01 und 25.01.02 eines Telekommunikationsunternehmens. Diesem Mahnbescheid habe ich am 21.01.2004 in voller Höhe widersprochen. Seit diesem Widerspruch habe ich nie wieder etwas vom Gläubiger gehört. Kann ich diese Angelegenheit jetzt als völlig erledigt abschließen und diesen ganzen Papierkram endlich entsorgen?

Ganz theoretisch lässt sich dieses Verfahren noch weiter betreiben. Viel wahrscheinlicher ist es jedoch, dass das Unternehmen die heute sicher gegebene Verjährung bemerkt hat und den Anspruch nicht weiter verfolgt. Die Unterlagen können getrost entsorgt werden, weil im Falle einer unwahrscheinlichen Anspruchsbegründung der gesamte Anspruch inkl. Sachverhalt ohnehin schlüssig dargestellt werden muss. Rechnen würden wir allerdings nicht mehr damit.

Frage von Andreas | 2009-09-27

Ich habe gegen einen Schuldner 2 Vollstreckungsbescheide, habe versucht mit dem Schuldner einen Vergleich zu schließen. Das Einzige was ich nun bekommen habe, Schreiben vom Rechtsanwalt des Schuldner wo mir eine Unterlassungsklage und Anküdigung ein Betrugsanzeige gedroht wird wenn ich weiterhin Schreiben zu ihren Mandanten sende.

Der Lösungsversuch ohne Zwangsvollstreckung ist löblich, führt aber hier offenbar nicht zum Erfolg. Daher ist es nun angezeigt, sich auf die zulässigen Zwangsvollstreckungsmaßnahmen zu beschränken. Eine Möglichkeit, ist beim zuständigen Amtegericht am Schuldnerwohnsitz die Verteilerstelle für Gerichtsvollziehraufträge mit einem Zwangsvollstreckungsauftrag zu betrauen und für den Fall der Erfolglosigkeit eine Abnahme einer eidesstattlichen Versicherung zu beantragen. Alternativ und oft wirkungsvoller kann eine Kontopfändung oder die Pfändung eines Arbeitseinkommens beantragt werden. Hierfür muss am o.g. Amtsgericht ein sog. Pfändungs- und Überweisungsbeschluss beantragt werden. Für dieses Antragsverfahren ist es u.U. ratsam, einen Rechtsanwalt zu beauftragen.
Frage von Sebastian B. | 2009-09-14

Ich wurde Ende Mai als Fahrradfahrer von einem Auto angefahren. Ich habe den Unfall polizeilich aufnehmen lassen. Da der Unfallgegner nicht auf Schreiben reagiert hat, habe ich ein Mahnverfahren eingeleitet, worauf sich der Unfallgegner auch nicht gemeldet hat. Erst an dem Tag, als ich den Brief in der Hand hatte, in dem Stand, dass ich den Pfänder loszuschicken kann, habe ich einen Brief mit einem Verrechnungscheck von der gegnerischen Versicherung bekommen.


Und nun zu meiner Frage:


Da sich ja jetzt sozusagen alles geklärt hat, stelle ich mir die Frage muss ich jetzt nochwas tun? Muss ich den Vollstreckungsbescheid zurück ziehen? und wenn ja wie mache ich das? Wo muss ich mich dann hinwenden und wie lange habe ich dafür Zeit?

Der sicher sinnvollste Weg ist die unmittelbare Kontaktaufnahme mit dem Vollstreckungsschuldner, hier also der Gegenseite. Hier muss zugesagt werden, dass aus dem Vollstreckungsbescheid keine Vollstreckung erfolgen wird und der entwertete Titel der Gegenseite übersandt wird. Dies muss möglichst schnell geschehen, denn wenn die Gegenseite erst einen Einschpruch gegen den Vollstreckungsbescheid eingelegt hat, befindet man sich schon im streitgigen Verfahren. Dies sollte im Kosteninteresse vermieden werden. Es bleibt die Frage zu klären, ob die Gegenseite auch noch die Kosten des Mahnverfahrens übernehmen muss. Dies ist dann der Fall, wenn die Gegenseite mit der Zahlung in Verzug war und der Mahnbescheid berechtigt beantragt wurde. Hier muss der Einzelfall betrachtet werden und bestenfalls ein Rechtsanwalt befragt werden.

Frage von Sergej | 2009-08-28

Mein Auto wurde von einer Person beschädigt. Das passierte bei einer Schlägerei. Darauf hin lies ich ein Gutachten erstellen. Er bezahlte den Gutachter, aber nicht den Schaden. Ich hatte ihn persönlich gemahnt, aber er war zahlungsunwillig. Wie kann ich gegen ihn vorgehen und meine Forderungen einholen?

Die Beanwortung dieser Frage ist Rechtsberatung und kann aus berufsrechtlichen Gründen auf dieser Seite nicht erfolgen. Die Geltendmachung Ihres Anspruches hängt von verschiedenen Faktoren ab und sollte von einem Rechtsanwalt beurteilt werden.
Frage von Gottfried E. | 2009-08-05

Ich bin Österreicher und zur Zeit in Mosambik. Mein Auftraggeber eine deutsche AG schuldet mir seit einem Jahr mein Honorar. Kann ich auch als Ausländer den Mahnbescheid unbürokratisch anwenden, oder brauche ich rechtliche Vertretung von Österreich?

Wenn Sie einen ausländischen Wohnsitz haben und eine deutsche AG in Anspruch nehmen möchten, ist der zuständige Mahngerichtsort nach § 689 II s ZPO das Amtsgericht Schöneberg. Sie benötigen daher eine deutsche und nicht etwa eine österreichische Vertretung.

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