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Ihre Fragen zum Mahnbescheid - unsere Antworten

Ihre Fragen zum Mahnbescheid - unsere Antworten

Hier beantworten wir Ihnen Ihre Fragen zum Thema Mahnbescheid, Vollstreckungsbescheid und zur Zwangsvollstreckung. Bitte beachten Sie, dass wir hier keine Rechtsberatung leisten und nur allgemeine Fragen bearbeiten können. Schicken Sie uns Ihre Frage nur einmal! Um Missbrauch vorzubeugen, werden die Einträge erst beantwortet und dann veröffentlicht. Wir behalten uns vor, Fragen nicht zu veröffentlichen oder zu beantworten, wenn dies Rechtsberatung darstellen sollte. Wir freuen uns auf Ihre Fragen!

Frage von Bella1953 | 2009-06-06

Ich habe von einer Rechtsanwaltskanzlei einen Mahnbescheid über 821,46 Euro erhalten, diese mir berechnet wurden für eine schriftliche Auskunft zu einem Fall in Mietangelegenheiten, ich bin Vermieterin für 3 e-mails. Es fand weder eine persönliche Beratung in Gesprächsform statt noch habe ich ein Mandat erteilt im Sinne von geleisteter Unterschrift unter irgendeine Vollmacht, sondern habe meine Unterlagen abgegeben, chronologisch geordnet und angemarkert und in einem Begleitschreiben um juristische Prüfung des Falls gebeten, der Sach- und Rechtslage. Diese Antworten bekam ich wie gesagt in e-mail-Form, in dessen Anhang eine Rechnung über ca. 240,- Euro gehängt war. Dieser 1. Rechnung widersprach ich mit ausführlicher Begründung, woraufhin ich eine Schreiben erhielt, dass unter diesen Umständen das Mandat niedergelegt wird und ich die Rechnung bezahlen soll oder mit eine 10/10 Gebühr berechnet wird, da die erste Rechnung mit der 0,5 Gebühr aus reiner Kullanz erfolgte. Dies war jedoch nicht vermerkt in der 1. Rechnung. Außerdem wurde darauf hingewiesen in der Antwortmail, dass es wohl besser wäre, dass ich mir einen Anwalt in München suchen solle, da mein Haus, wobei es sich um eine Mietpartei handelte, wegen derer ich mich an die Anwältinnenkanzlei richtete, sich in München befindet und eine Anwalt vor Ort dann doch besser wäre.

Für mich ist das reine Abzocke, die Anwältinnen haben mir nicht geholfen, sondern nicht mal einen Brief an meine Mieterinnen geschrieben, haben, ohne dass ich von Kündigung sprach eine Bruttojahresmiete als Streitwert angesetzt, wobei es ja noch nicht mal zur Klageerhebung kam.

Wie soll ich mich verhalten, soll ich den gesamten Mahnbescheid widersprechen oder soll ich nur einen Teilbescheid widersprechen und die Summe der üblichen Beratungsgebühr bezahlen? ca. 190,- Euro meines Wissens. Danke.

Um diesen Fall korrekt zu beurteilen zu können, mus die Frage nach der Beauftragung der Kanzlei genau betrachtet und beantwortet werden. Hierbei ist zu hinterfragen, wie die Parteien die Situation der Beauftragung und er Erstberatung vernünftigerweise verstehen durften. Dies ist aber ohne Frage Rechtsberatung und kann/soll auf dieser Plattform nicht geleistet werden. Daher kann folglich leider auch kein Rat erteilt werden, wie mit dem Mahnbescheid verfahren werden soll. Wir können hier lediglich auf die bekannten Fristen zum Widerspruch hinweisen.
Frage von Caro L. | 2009-05-18

Ich habe einen Mahnbescheid bekommen, steht das als negativ in der Schufa? Ich habe den Schuldner um Stundung gebeten und bezahle die Forderung auch bis dahin. Ist das jeztzt in der Schufa eingetragen?

Die Frage des Schufa-Eintrages ist unabhängig von dem Mahnbescheid zu sehen. Prinzipiell reicht ein Mahnbescheid aus, um einen Schufa-Eintrag auszuklösen, jedoch muss auch ein Schufa-Mitglied involviert sein. Haben Sie z.B. den Mahnbescheid von einem Rechsanwalt oder einer Privatperson erhalten, befindet sich in der Regel kein Eintrag in der Schufa. Versandhäuser, Telekommunikationsunternehmen und einige Online-Händler melden jedoch automatisch regelmäßig alle Unregelmäßigkeiten an die Schufa. Es empfielt sich eine Selbstauskunft. Diese erhalten Sie problemlos bei der Schufa.
Frage von M., Sabrina | 2009-03-25

Ich hätte eine Frage zu dem Mahnbescheid. Nehmen wir an wir beauftragen Sie einen Mahnbescheid an eine von unsere gestellte Person durchzuführen. Die Forderungen werden nicht beglichen. Enstehen für uns dann trotzdem die aufgeführten Kosten oder gilt dies nur bei Erfolg des Mahnbescheids?

Ja, die Kosten entstehen in jedem Fall der Beauftragung. Die Gebührenberechnung ist eine anwaltliche und fällt für die Prüfung, Durchführung und Koordinierung des Mahnbescheidsverfahrens an. Eine erfolgsabhängige Honorierung ist für Rechtsanwälte in Deutschland nicht zulässig. Zwar werden sämtliche Kosten des Mahnbescheides auf diesem ebenfalls geltend gemacht. Sie erhalten Ihre Kosten jedoch nur dann vom Schuldner zurück, wenn sich der Mahnbescheid wenigstens teilweise durchsetzen lässt.
Frage von Criselle K. | 2009-03-10

Ich möchte die Gebühren des Mahnbescheids ebenfalls von dem Schuldner fordern. Addiere ich nun den ursprünglichen Forderungsbetrag und die Gebühren?

Nein, sie müssen auf dem Mahnbescheid allein die Hauptforderung und deren Verzinsung berücksichtigen. Die Kosten des Mahnbescheidsverfahrens werden vom zuständigen Mahngericht auf dem Mahnbescheid von Amts wegen berücksichtigt und zur Hauptforderung hinzugerechnet.
Frage von Fernandez | 2008-12-19

Ist es zwingend erforderlich einen Antrag auf Erlass eines Mahnbescheides durch einen Prozessbevolllmächtigten stellen zu lassen oder kann man ihn auch selbst -nötige Kenntnisse sind vorhanden - beim zuständigen Mahngericht einreichen?

Sie können den Antrag auf Erlass eines Mahnbescheides natürlich auch selbst beim zuständigen Mahngericht einreichen und das gesamte gerichtliche Mahnverfahren selbst betreiben. Naturgemäß ist die Fehlerquote hier etwas höher, weil unter Umständen z.B. die mitunter komplexen Vertretungsverhältnisse von jurisischen Personen nicht genau bekannt sind. Hier muss sehr genau gearbeitet werden. Sofern Ihre Forderung weniger als 5000,- € beträgt, können Sie auch das streitige Verfahren vor dem Amtsgericht im Falle eines Widerspruches selbst und ohne einen Rechtsanwalt führen.

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