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Ihre Fragen zum Mahnbescheid - unsere Antworten

Ihre Fragen zum Mahnbescheid - unsere Antworten

Hier beantworten wir Ihnen Ihre Fragen zum Thema Mahnbescheid, Vollstreckungsbescheid und zur Zwangsvollstreckung. Bitte beachten Sie, dass wir hier keine Rechtsberatung leisten und nur allgemeine Fragen bearbeiten können. Schicken Sie uns Ihre Frage nur einmal! Um Missbrauch vorzubeugen, werden die Einträge erst beantwortet und dann veröffentlicht. Wir behalten uns vor, Fragen nicht zu veröffentlichen oder zu beantworten, wenn dies Rechtsberatung darstellen sollte. Wir freuen uns auf Ihre Fragen!

Frage von Dietrich R. | 2008-12-07

Wenn nach einem Widerspruch gegen den Mahnbescheid von dem Gläubiger kein weiterer Vorschuß geleistet wird, gilt dann nach 6 Monaten der Mahnbescheid als zurückgenommen?

-Kann die diesem Mahnbescheid zu Grunde liegende Forderung später dann noch einmal im Klagewege geltendgemacht werden?
Nach einem Widerspruch gegen einen Mahnbescheid erhält der Antragsteller vom Mahngericht eine Aufforderung die fehlenden 5/6 der Gerichtskosten einzuzahlen und so die Abgabe an das zuständige Prozessgericht zu bewirken. Leistet der Gläubiger diesen Vorschuss nicht, wird die Akte nach ca. 6 Monaten vom Mahngericht abgelegt und das Verfahren wird nicht fortgeführt. Der Mahnbescheid gilt aber in diesem Fall nicht als zurückgenommen. Auch nach Ablauf dieser 6 Monate kann das Verfahren fortgeführt werden - die Akte wird in diesem Fall wieder reaktiviert. Solange keine Verjährung gegeben ist, kann der Anspruch durch diesen Weg oder auch durch eine (dann etwas teurere) direkte Klage verfolgt werden.
Frage von Carola | 2008-11-24

Kann ein gerichtlicher Mahnbescheid auch gegen Privatpersonen beantragt werden und muss ich die Forderung beweisen?

Sie können einen Mahnbescheid online selbstverständlich auch gegen eine Privatperson beantragen. Sie müssen lediglich darauf achten, dass es sich um eine Geldforderung handelt. Bei der Beantragung des Mahnbescheides müssen Sie die Forderung noch gar nicht beweisen, weil das Gericht die Berechtigung des Anspruchs nicht prüft. Sie sollten sich aber trotzdem schon jetzt Gedanken machen, ob Sie die Forderung im Zweifel beweisen könnten. Erhebt der Schuldner einen Widerspruch auf den Mahnbescheid, können Sie Ihre Forderung nur gerichtlich weiter verfolgen. Hier müssen Sie beweisen, was der Gegner bestreitet. Können Sie dies nicht, bleiben Sie auf Ihren Gerichtskosten sitzen und tragen schlimmstenfalls auch noch die Rechtsanwaltskosten der Gegenseite.

Frage von schnomi | 2008-11-04

wie wird eine ltd. im Mahnverfahren behandelt - wie eine GmbH oder wie eine GmbH & Co. KG

Bei einer Ltd. kommt es maßgeblich darauf an, ob diese Ltd. in Deutschland eine selbständige Niederlassung unterhält. Dies ist bei vielen Ltd's der Fall. Dann kann auch ein regulärer Mahnbescheid beantragt werden. Der Geschäftsführer der Ltd. ist dann auch wie bei einer GmbH im Mahnbescheid anzugeben. Mit der GmbH & Co. KG ist die Ltd. nicht vergleichbar, weil hier keine Gesellschaft als Geschäftsführer bestellt ist. Hat die Ltd. ingegen keine deutsche, selbständige Niederlassung dürften deutsche Mahngericht nur zuständig sein, wenn ein solcher Gerichtsstand vereinbart worden ist.
Frage von Stefan M. | 2008-09-30

Ich möchte einen Mahnbescheid gegen eine Limited beantragen. Geht dies in Deutschland?

Grundsätzlich kann auch gegen eine Ltd. ein Mahnbescheid beantragt werden. Erforderlich ist jedoch, dass eine Niederlassung in Deutschland existiert oder sonst ein deutscher Gerichtsstand in der Hauptsache gegeben ist (siehe § 703 ZPO). Liegen diese Voraussetzungen nicht vor, ist ein Antrag vor deutschen Mahngerichten nicht zulässig. Eine Einzelfallprüfung ist empfehlenswert! (mahnbescheid.com)
Frage von Andrea Schmidt | 2008-09-30

Meine Forderung beträgt nur ca. 25,- €. Kann ich die auch mit einem Mahnbescheid verfolgen?

Sie können prinzipiell auch kleine Forderungen verfolgen. Die Frage ist, ob dies wirtschaftlich sinnvoll ist. Wir haben Ihnen in unserer Kostenübersicht die entstehenden Kosten dargestellt. Vor Beginn des Mahnverfahrens sollte erwogen werden, ob im Zweifel auch das Klageverfahren betrieben werden würde. In diesem findet man sich manchmal auch ungewollt wieder, z.B. nach Einspruch gegen den Vollstreckungsbescheid. Hierzu auch unsere Verfahrensübersicht. (mahnbescheid.com)

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