09.12.2016: Schnell handeln - Verjährung der Forderungen aus 2013 droht

Wie zu jedem Jahresende droht auch nun wieder den Forderungen aus dem Jahr 2013 die Verjährung

In diesem Jahr sind es die Forderungen aus dem Jahr 2013, die es betrifft. Drei Jahre gehen schneller ins Land, als es sich der eine oder andere wünscht. Um dem Verlust dieser Forderungen durch die Einrede der Verjährung vorzubeugen, muss rechtzeitig gehandelt werden. Eine Möglichkeit ist hier - wie schon öfter hier ausgeführt - der Mahnbescheid. Grundsätzlich tritt die verjährungsunterbrechende Wirkung nach der ZPO (Zivilprozessordnung) erst ein, wenn die Zustellung auf der Gegenseite erfolgt ist.

Beim Mahnbescheid hingegen wirkt die Verjährungsunterbrechung nach der ZPO auf den Zeitpunkt der Antragstellung zurück, wenn die Zustellung im Anschluss tatsächlich bewirkt wird. Man kann im Ergebnis also allein mit der Antragstellung noch im alten Jahr die Weichen für eine Forderungssicherung stellen, muss dann aber das Verfahren auch weiter betreiben.

Sollte man nun auch tatsächlich einen Mahnbescheidsantrag stellen, wenn noch gar nicht gesichert fest steht, dass die Forderung auch gerichtlich verfolgt werden soll? Man sollte sich der Tatsache bewusst sein, dass man ein gerichtliches Verfahren eröffnet und neben den Gerichtskosten, die nicht erstattet werden, falls der Antrag nicht weiter verfolgt wird, unter Umständen auch einen Rechtsanwalt der Gegenseite auf den Plan ruft, dessen Kosten ungünstigstenfalls auch zu erstatten sind, falls der Anspruch - aus welchen Gründen auch immer - nach dem Antrag auf den Mahnbescheid nicht weiter verfolgt wird.


( von Rechtsanwalt S. Al-Lami )

Zurück