Achtung: 2-Wochen-Frist beim Widerspruch gegen den Mahnbescheid

Sie haben 2 Wochen ab Zustellung!

Die Widerspruchsfrist läuft! Wenn Sie einen Mahnbescheid erhalten haben, hat Ihnen das Gericht mit gleichem Schreiben eine Rechtsmittelbelehrung übersandt, aus welcher sich ergibt, dass Sie innerhalb von 2 Wochen einen Widerspruch einlegen müssen, wenn aus Ihrer Sicht die Forderung nicht berechtigt ist.

Achtung: Das Gericht prüft die Berechtigung der Forderung nicht!


Nach rechtzeitigem Widerspruch wird das Verfahren auf Antrag einer Partei an das zuständige Prozessgericht abgegeben und in einem Zivilprozess fortgeführt. Das Prozessgericht ist in der Regel am Wohnort des Schuldners, also Ihr Wohnort.

Frist verpasst? Der Einspruch bleibt möglich!

Sie haben die Widerspruchsfrist verpasst?

Kein Problem! Wenn Ihr Widerspruch gegen den Mahnbescheid verspätet eingeht, wird das Mahngericht Ihren Widerspruch als Einspruch gegen den Vollstreckungsbescheid deuten. Mit Zustellung des Vollstreckungsbescheides setzt Ihnen das Mahngericht eine weitere Frist von zwei Wochen, in welcher Sie einen Einspruch einlegen können, wenn die Forderung nicht berechtigt ist und Sie keinen Widerspruch gegen den Mahnbescheid eingelegt haben oder einlegen konnten.

Zwar werden hier weitere Kosten verursacht, aber Sie müssen in diesem Fall einen gegen Sie gerichteten, vollstreckbaren Titel in jedem Fall verhindern. Sofern der Vollstreckungsbescheid unmittelbar durch einen Gerichtsvollzieher zugestellt wird, kann dieser auch sofort die Zwangsvollstreckung betreiben!

Die Zwangsvollstreckung bleibt trotz Ihres Einspruches möglich und unterbleibt nur dann, wenn entweder der Gläubiger keine Vollstreckung veranlasst oder von Ihnen als Schuldner ein besonderer Antrag gestellt wird. Gegebenenfalls wird hier eine Sicherheitsleistung erforderlich. Nach dem rechtzeitigen Einspruch wird der Rechtsstreit an das zuständige Prozessgericht abgegeben.